Prof. Dr. Claus Bockmaier

Vita

Geb. 1959, Stuttgart.

Studium

Claus Bockmaier studierte an der Musikhochschule München Klavier bei Prof. Rainer von Zastrow und legte 1983 sein Künstlerisches Diplom und die Staatliche Musiklehrerprüfung ab. Seine akademische Ausbildung erweiterte er durch das Studium der Musikwissenschaft bei Prof. Dr. Theodor Göllner an der Ludwig-Maximilians-Universtität München, mit den Nebenfächern Musikpädagogik und evang. Kirchengeschichte. 1991 promovierte Claus Bockmaier mit einer Arbeit über "Entfesselte Natur in der Musik des 18. Jahrhunderts" zum Dr. phil. und 1997 habilitierte er sich an der LMU mit einer Studie über "Die instrumentale Gestalt des Taktes: Studien zum Verhältnis von Spielvorgang, Zeitmaß und Betonung in der Musik".

Lehrtätigkeit

Claus Bockmaier war von 1990–2000 als Wissenschaftlicher Assistent bzw. Oberassistent am Institut für Musikwissenschaft der Universität München tätig. Seit 1997 ist er ebenda Privatdozent und hatte bis 1999 semesterweise auch die Vertretung des Lehrstuhls inne. Seit 2002 ist Claus Bockmaier hauptamtlicher Dozent an der Hochschule für Musik und Theater München. 2008 erfolgte seine Ernennung zum Honorarprofessor. Seine regelmäßige Lehre umfasst die allgemeine abendländische Musikgeschichte, die Klaviermusikgeschichte sowie die evang. Kirchenmusikgeschichte.

Künstlerische und wissenschaftliche Tätigkeit – Veröffentlichungen

Claus Bockmaier trat öffentlich als Pianist und Cembalist auf, so auch als Continuo-Spieler im Kontext Historischer Aufführungspraxis mit dem früheren Ensemble Couperin. Seine Forschungsschwerpunkte beziehen sich insbeondere auf Tastenmusik, auch in ihrer früheren Geschichte, auf Musik des 18. Jahrhunderts und auf gattungsgeschichtliche Fragen. Bisher liegen drei selbständige Buch-Veröffentlichungen vor, neben einer Reihe weiterer wissenschaftlichen Publikationen vor allem zur Musik des 17. bis 19. Jahrhunderts. Claus Bockmaier tritt als Herausgeber bzw. Mitherausgeber verschiedener musikwissenschaftlicher Sammelbände in Erscheinung und er gibt die „Musikwissenschaftlichen Schriften der Hochschule für Musik und Theater München“ heraus. Seit 2014 leitet er das Musikwissenschaftliche Institut an der Hochschule für Musik und Theater München.

Claus Bockmaier ist verheiratet und hat zwei erwachsene Söhne.

 

Schriftenverzeichnis


Bücher:

  • Händels Oratorien. Ein musikalischer Werkführer (C.H. Beck Wissen – Musik, Nr. 2215). München: Beck, 2008. [144 Seiten.]
  • Die instrumentale Gestalt des Taktes: Studien zum Verhältnis von Spielvorgang, Zeitmaß und Betonung in der Musik (Münchner Veröffentlichungen zur Musikgeschichte, Bd. 57). Tutzing: Schneider, 2001. [336 Seiten.]
    urn:nbn:de:bvb:19-epub-28379-9
  • Entfesselte Natur in der Musik des 18. Jahrhunderts (Münchner Veröffentlichungen zur Musikgeschichte, Bd. 50). Tutzing: Schneider, 1992. [379 Seiten.]
    urn:nbn:de:bvb:19-epub-28366-3

     

Herausgegebene Bände:

  • Facetten II: Kleine Studien - Edition und Interpretation bei Chopin - Die Münchner Schule und Max Reger (Musikwissenschaftliche Schriften der Hochschule für Musik und Theater München, Bd. 10). München: Allitera, 2016. [280 Seiten.]

Reihe:

  • Musikwissenschaftliche Schriften der Hochschule für Musik und Theater München. Tutzing: Schneider / München: Allitera. [Seit 2005, bisher 11 Bde. erschienen.]

Gemeinsam mit Siegfried Mauser:

Mit Dorothea Hofmann (u.a):

  • Simon Mayr mal drei. Beiträge der Symposien München, Ingolstadt, Bergamo 2013. Mayr-Studien, 9 (Musikwissenschaftliche Schriften der Hochschule für Musik und Theater München, Bd. 9). München: Allitera, 2017. [272 Seiten.]

Mit Stefan Rohringer:

  • Reger-Perspektiven. Beiträge des Symposiums München, 4.-5. November 2016 (Musikwissenschaftliche Schriften der Hochschule für Musik und Theater München, Bd. 11). München: Allitera 2018/2019. [Im Druck.]

Mit Bernhold Schmid:

  • Musikgeschichte in Zusammenhängen. Schriften von Theodor Göllner (Münchner Veröffentlichungen zur Musikgeschichte, Bd. 66). Tutzing: Schneider, 2009. [521 Seiten.]
     

Aufsätze und andere Einzelbeiträge:

Geplante Publikationen:

  • „Aufführung und Interpretation: Aspekte, Perspektiven, Diskussionen zur performativen Expressivität des KClaviers“. Bericht über die Tagung München, 27.–28. April 2018, in: Musik in Bayern. [Im Druck.]
  • Reger und die Gattungen der evangelischen Kirchenmusik, in: Reger-Perspektiven. Beiträge des Symposiums München, 4.-5. November 2016. Hg. Cl. Bockmaier / St. Rohringer (Musikwissenschaftliche Schriften der Hochschule für Musik und Theater München, Bd. 11). München 2018. [Im Druck.]

  • François Couperins musikalische Antwort auf die Streitfrage der „première querelle“ in seinem kompositorischen Konzept der „réunion des goûts“, in: Instrument und Musik. Festschrift Jürgen Eppelsheim. Hg. S. Berdux / B. Edelmann (Münchner Veröffentlichungen zur Musikgeschichte, Bd. 56). [Druck seit Jahren in Vorbereitung.]

  • "La réunion des goûts" als Vortragsindiz – Zu Händels A-Dur-Suite des Drucks von 1720. [In Vorbereitung.]
  • Unterschätzte c-Moll-Werke von Haydn und Beethoven. [In Vorbereitung.]

Publiziert:

  • Musik verstehen? – Inhalte des LehrplanPLUS für Gymnasien aus Sicht der Musikwissenschaft, in: Plan|mä|ßig. Schulmusik unter den Vorzeichen von Bildungsstandards und Kompetenzorientierung. Beiträge zu den „Tagen der Bayerischen Schulmusik 2016“. Hg. B. Hofmann. Innsbruck u.a. 2017. S. 133-147.

  • Von der schöpferischen Initiative bis in die geistliche Tiefendimension. Jan Assmanns Buch über Händels Israel in Egypt, in: Musik & Ästhetik, Jg. 20, H. 80. Stuttgart 2016. S. 107-110.

  • Ritornellprinzip und Soloeinbau: Formkonzepte im eröffnenden Konzertsatz in Bezug auf die bekannten Violinkonzerte des 19. Jahrhunderts, in: Facetten II: Kleine Studien - Edition und Interpretation bei Chopin - Die Münchner Schule und Max Reger. Hg. Cl. Bockmaier (Musikwissenschaftliche Schriften der Hochschule für Musik und Theater München, Bd. 10). München 2016. S. 37-66.
    http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:m29-0000000802
  • Vorbild- und Gattungsbezüge zu Beethoven im Klavierwerk Chopins als Interpretationsfrage, in: Facetten II: Kleine Studien - Edition und Interpretation bei Chopin - Die Münchner Schule und Max Reger. Hg. Cl. Bockmaier (Musikwissenschaftliche Schriften der Hochschule für Musik und Theater München, Bd. 10). München 2016. S. 93-113.
    http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:m29-0000000819
  • Zu den Stücken für Violine und Klavier von Jean Sibelius, in: Facetten I: Symposien zur Kammermusik von Jean Sibelius, zum Liederkomponisten Max Kowalski und zur Liszt-Rezeption. Hg. J. Brügge (Musikwissenschaftliche Schriften der Hochschule für Musik und Theater München, Bd. 6). Tutzing 2014. S. 51-64.
    http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:m29-0000000792
  • Variationen und Fuge über ein Thema von Georg Friedrich Händel für Klavier B-Dur, Op. 24, in: Johannes Brahms – Interpretationen seiner Werke. Hgg. C. Bockmaier / S. Mauser. Laaber 2013. Bd. 1, S. 153-166.
  • Doppelkonzert für Violine und Violoncello, Op. 102. Ebenda. Bd. 2, S. 737-748.
  • Vom Gewinn eines streng gehaltenen Taktmaßes bei den Wiener Klassikern, in: Beiträge zur Interpretationsästhetik und zur Hermeneutik-Diskussion. Hg. C. Bockmaier (Schriften zur musikalischen Hermeneutik, Bd. 10). Laaber 2009. S. 241-265.
    http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:m29-0000000821
  • Musikgeschichte und Musiktherapie – einige Grundlinien und Zusammenhänge, in: Anuario Musical, Vol. 63. Barcelona 2008. S. 181-202.
  • Quellen der Tastenmusik bis ca. 1600, in: Lexikon des Klaviers. Hg. C. Kammertöns / S. Mauser. Laaber 2006. S. 573-578.
  • Die Ensemblesonate nach Corelli bis zur Generation der Bach-Söhne: kanonisierte Besetzungstypen – divergierende Erscheinungsformen, in: Die Sonate: Formen instrumentaler Ensemblemusik. Hgg. C. Bockmaier / S. Mauser (Handbuch der musikalischen Gattungen, Bd. 5). Laaber 2005. S. 35-157.
  • Zur musikalischen Verwirklichung der „réunion des goût“ in der Kammermusik von François Couperin, in: Musik, Wissenschaft und ihre Vermittlung. Bericht über die Internationale Musikwissenschaftliche Tagung der Hochschule für Musik und Theater Hannover, 26.–29. September 2001. Hgg. A. Edler / S. Meine (Publikationen der Hochschule für Musik und Theater Hannover, Bd. 12). Augsburg 2002. S. 293–296.
  • Der erste Satz von Mozarts D-Dur-Streichquartett KV 155: Versbezüge, Spielvorgänge, Taktbedingungen, in: Mozart Studien, Bd. 11. Tutzing 2002. S. 143-163.
  • Der Chaconne-Chor in „Idomeneo“: Mozartsche Durchdringung eines französischen Typus, in: Mozarts Idomeneo und die Musik in München zur Zeit Karl Theodors. Bericht über das Symposion der Gesellschaft für Bayerische Musikgeschichte und der Musikhistorischen Kommission der Bayerischen Akademie der Wissenschaften München, 7.–9. Juli 1999. Hg. T. Göllner / S. Hörner (Abhandlungen der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Philosophisch-Historische Klasse, Neue Folge, H. 119). München 2001. S. 45-67.
  • Tactus und Mensura: Überlegungen zu einer Primärtechnik der Tastenmusik, ausgehend von Adam Ileborgh, in: Acta Organologica, Bd. 27. Kassel 2001. S. 259-278.
  • Rezension: Karl Böhmer, W.A. Mozarts Idomeneo und die Tradition der Karnevalsopern in München (Mainzer Studien zur Musikwissenschaft, Bd. 39), Tutzing 1999, in: Musik in Bayern, H. 59. Tutzing 2000. S. 222-226.
  • Beethovens Klaviervariationen über „God save the King“ als Battaglia, in: Anuario Musical, Vol. 55. Barcelona 2000. S. 99-112.
  • Antithetische Bezüge in Bachs Kantate „Ich hatte viel Bekümmernis“, in: Compositionswissenschaft. Festschrift Reinhold und Roswitha Schlötterer. Hgg. B. Edelmann / S. Kurth. Augsburg 1999. S. 107-122.
  • Klausel Nr. 17, 18, 19 und 20 – Klausel Nr. 33 und 34, in: Die Klauseln der Handschrift Saint-Victor (Paris, BN, lat. 15139). Hg. F. Büttner. Tutzing 1999. S. 140-169 / S. 243-254.
  • Gemeinsam mit Fred Büttner: Klausel Nr. 35 – Klausel Nr. 36. Ebenda. S. 255-261 / S. 262-269.
  • „Fecit potentiam“ im lateinischen Magnificat von Heinrich Schütz und Johann Sebastian Bach, in: Kirchenmusikalisches Jahrbuch, Jg. 82 (1998). Regensburg 1999. S. 21-41.
  • Buxtehudes Orgel-Chaconne in c-Moll (BuxWV 159), in: Anuario Musical, Vol. 51. Barcelona 1996. S. 29-38.
  • Wir gläuben all’ an einen Gott im Dritten Teil der Bachschen Clavierübung, in: Altes im Neuen. Festschrift Theodor Göllner. Hgg. B. Edelmann / M.H. Schmid (Münchner Veröffentlichungen zur Musikgeschichte, Bd. 51). Tutzing 1995. S. 243-255.
  • Biblioteca del Instituto de Musicologia de la Universidad de Munich, in: Anuario Musical, Vol. 49. Barcelona 1994. S. 226-230.

 

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